Besuch der Neuen Residenz, des Halleschen Domes und des Kühlen Brunnens

Nun schon seit mehreren Jahren findet in der Neuen Residenz in Halle während der Adventszeit eine floristische Ausstellung statt, die vom Beruflichen Bildungswerk gestaltet wird. Im Rahmen einer Maßnahme für Langzeitarbeitslose werkeln die Teilnehmer bereits mehrere Wochen vor der Eröffnung, knüpfen Kontakte und können sich, gemeinsam mit den begeisterten Besuchern der Ausstellung, über ein gelungenes Ergebnis freuen. Hallesche und auswärtige Besucher geben jedes Jahr positive Feedbacks.

Am 24.11.2016 besuchten wir mit unseren Teilnehmern der Aktiven Eingliederung diese alljährliche vorweihnachtliche Ausstellung in der Neuen Residenz. Nach einer kurzen Einführung zur Geschichte des altehrwürdigen Gemäuers bestaunten wir den Einfallsreichtum der diesjährigen Akteure und ließen uns von der weihnachtlichen Stimmung einfangen. Der Hof der Residenz kam in diesem Jahr, bedingt durch Bauarbeiten, leider nicht weihnachtlich zur Geltung.

Anschließend besuchten wir den Dom und durften uns, mit ein wenig Glück und Überredungskunst der dortigen Verantwortlichen, außerhalb der regulären Öffnungszeiten den Innenraum des Domes anschauen. Wir erfuhren, dass der Dom nach wie vor für Gottesdienste, wegen seiner großartigen Akustik gern auch für Konzerte genutzt wird und dass Feuchtigkeit dem Mauerwerk, den Holzelementen und den beiden Orgeln zu schaffen macht.

Interessiert hörten unsere Teilnehmer zu und stellten viele Fragen zur Geschichte und Gegenwart des Domes.

Anschließend liefen wir in Richtung Marktplatz und zeigten unseren Teilnehmern weitere geschichtsträchtige Orte unserer Stadt – den Kühlen Brunnen und das Graseweg-Haus. Das Wohn- und Handelshaus Kühler Brunnen in Halle zählt, aufgrund seiner frühen Entstehungszeit in den 1520/30er Jahren, gemeinsam mit dem Halleschen Dom und dem Neuen Gebäude Kardinal Albrechts von Brandenburg zu Zeitzeugen mitteldeutscher Frührenaissance.

Auch das Graseweghaus ist ein Fachwerkhaus aus dem 16. Jahrhundert. Um dieses Haus im Graseweg, bzw. um die ganze Straße rankt sich folgende Legende: Als 1348 in Halle die Pest ausbrach, teilte man die gesunden und die kranken Bürger auf zwei Stadtteile auf. Um den Stadtteil mit den kranken Menschen baute man eine Mauer. Lange traute man sich nicht, das Gebiet zu betreten. Als man nach vielen Jahren die Mauer an dieser Stelle überschritt, war alles mit Gras überwachsen. Deshalb der Name Graseweg.

Wir beendeten unseren Rundgang mit dem Besuch des Weihnachtsmarktes.

Unsere Teilnehmer fertigten in Auswertung des Tages ein Poster an, das wir im Klassenraum aufhängen.